Zum Projekt

Im Projekt „Mapping Religionswissenschaft“ wollen wir die Vernetzung des Nachwuchses im Fach ausbauen und stärken.

Warum?

Wir wollen uns mit Fachvertreter*Innen zu aktuellen Themen austauschen und gleichzeitig mit interessierten Nachwuchswissenschaftler*innen vernetzen.

Wie? 

Digitale Workshops mit Fachvertreter*innen bieten dabei Nachwuchswissenschaftler*innen die Gelegenheit aktuelle Ansätze und Positionen aus dem Fach – wie religionswissenschaftlicher Mediatisierungsforschung, Grenzarbeiten am religiösen Feld oder Religion und Politik – niederschwellig und direkt mit den jeweiligen Fachvertreter*innen zu diskutieren. Gleichzeitig können wir uns als Nachwuchswissenschaftler*innen des Faches hierbei untereinander vernetzen. Darüber hinaus werden im Laufe des Projektes Videoclips erstellt, um die Arbeitsschwerpunkte einzelner Forscher*innen vorzustellen und sichtbar zu machen.

Ziel:

Das Ergebnis des Projektes ist der Beginn einer Kartierung der Religionswissenschaft in Deutschland: Eine Website mit interaktiver Karte, die Studien- und Promotionsinteressierte sowie eine breite Öffentlichkeit über Standorte und Themenschwerpunkte der Religionswissenschaft informiert.

Wer?

Wir sind ein Team aus Nachwuchswissenschaftler*innen der Religionswissenschaft der Universitäten Bonn und Bremen. Durch die Initiative „Kleine Fächer: Sichtbar innovativ!“ durch die Hochschulrektorenkonferenz und das Bundesministerium für Bildung und Forschung haben wir die Möglichkeit bekommen unser Projekt umzusetzen.

Universität Bonn: Rafaela Eulberg, Leonie C. Geiger, Yulia Lokshina, Petra Tillessen, Aaron Vowinkel

Universität Bremen: Ulrich Harlass, Lisa Kienzl, Jan Krawczyk, Lara Lindhorst, Bodil Stelter

Universität München: Lina Aschenbrenner

Aktueller Workshop

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Workshopdetails

DatumFr, 11. Dezember 2020
Uhrzeit9:30 – 12:30
PlattformZoom
Workshopplätzemax. 15
AnmeldeschlussFr, 27. November 2020
Hier geht es zur Anmeldung

Workshop-Nummer: 11-12-2020

“Fragile Religion”

Mit Prof. Dr. Sebastian Schüler, Universität Leipzig

Der Workshop wird sich thematisch grob um das Phänomen „fragiler Religion” drehen. Unter dem Begriff „fragile Religion” sollen Zustände in religiöser Praxis gefasst werden, die sich durch eine gewisse soziale Dynamik und damit einhergehenden Zerbrechlichkeit oder Kurzlebigkeit auszeichnen. Darunter werden soziale Phänomene wie etwa rituelle Efferveszenz, Charisma, Liminalität, Trance/Besessenheit, Resilienz, Sektierungen, oder Bewegungsorganisationen gezählt. Forschungsgegenstand wird das evangelikale und charismatische Christentum sein.

Workshopleitung: Bodil Stelter, Universität Bremen & Petra Tillessen, Universität Bonn

Zukünftige Workshops

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Workshopdetails

DatumFr, 15. Januar 2021
Uhrzeit9 – 12 Uhr
PlattformZoom
Workshopplätzemax. 15
AnmeldeschlussFr, 01. Januar 2021
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Workshop-nummer: 15-01-2021

„Religious Engineering“ – Religion als Werkzeug für gesellschaftliche Transformation

mit Prof. Dr. Paula Schrode, Universität Bayreuth

„Religious Engineering“ steht für eine in Bayreuth entwickelte Forschungsperspektive, die analysiert, wie Religion von sozialen Akteuren planvoll eingesetzt wird, um die gesellschaftliche Wirklichkeit zu gestalten. Anhand aktueller Beispiele aus den Bereichen Entwicklung und Integrationspolitik werden wir im Workshop darüber diskutieren, wie sich derartige Prozesse erforschen lassen und mit welchen theoretischen Implikationen.

Workshopleitung: Lina Aschenbrenner, Universität München & Ulrich Harlass, Universität Bremen

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Workshopdetails

DatumFr, 29. Januar 2021
Uhrzeit9-12 Uhr
PlattformZoom
Workshopplätzemax. 15
AnmeldeschlussFr, 15. Januar 2021
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Workshop-Nummer: 29-01-2021

Aspekte einer metatheoretischen Debatte über Theoriebildung in der Religionswissenschaft

Mit Prof. Dr. Adrian Hermann, Universität Bonn

In diesem Workshop möchte ich eine Möglichkeit der Unterscheidung von vier unterschiedlichen Formen der Theoriebildung in der Religionswissenschaft kurz vorstellen und dann ins Gespräch darüber kommen, welche Rolle jede dieser Formen von Theorie in unser Disziplin haben (oder nicht haben) kann. Die vier Formen sind: Diskurstheoretische, kreative, naturwissenschaftliche und essentialistische Religionstheorien.

Workshopleitung: Jan Krawczyk, Universität Bremen

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Workshopdetails

DatumDo, 11. Februar 2021
Uhrzeit10 – 13 Uhr
PlattformZoom
Workshopplätzemax. 15
AnmeldeschlussDo, 28. Januar 2021
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Workshop-Nummer: 11-02-2021

Grenzarbeiten am religiösen Feld

Mit Prof. Dr. Astrid Reuter, Universität Münster

Religion und Politik, Recht, Wissenschaft, Kunst usf. sind keine historisch invarianten Kategorien; ebenso handelt es sich um Kategorien, deren Unterscheidung nur für funktional differenzierte Gesellschaften sinnvoll ist. Was Religion ‚ist’ (und was Politik, Recht oder Wissenschaft ‚sind’), ist vielmehr Ergebnis von fortlaufenden und historisch kontingenten Aushandlungen. Ausgehandelt werden Differenzen: Differenzen zwischen Religion und Politik, Religion und Recht, Religion und Kunst, Wissenschaft usf. Das aber heißt: Das religiöse Feld, das politische Feld, das Feld des Rechts usw. sind das, was sie sind, nur in Abgrenzung voneinander, und das heißt in Bezug aufeinander. „In Feldbegriffen denken heißt relational denken“, so hat Pierre Bourdieu den Kern seiner Feldtheorie formuliert. Die verschiedenen Felder bringen sich danach gegenseitig als autonome Handlungssphären mit je eigenen Schemata der Wahrnehmung und Bewertung der sozialen Welt hervor. Ihre Autonomie ist folglich stets eine relative: Ein Feld gewinnt seine Eigenart dadurch, dass es sich von anderen Feldern unterscheidet, d.h. in Relation zu anderen Feldern. Der Prozess der Aushandlung von Differenzen zwischen den Feldern, der oft konflikthaft verläuft, lässt sich deshalb als Arbeit an den Grenzen dieser Felder beschreiben. Welche Felder jeweils akut in Grenzkonflikte miteinander geraten, ist gesellschaftlich und historisch variabel. In (westlichen) Verfassungsstaaten ist das religionskulturelle Klima seit einigen Jahrzehnten markant durch Rechtskonflikte um Religion geprägt, in denen die Grenzkonflikte zwischen Religion und Recht besonders deutlich hervortreten. Der Workshop soll Gelegenheit geben, sich einerseits grundsätzlich mit dem Konzept der ‚Grenzarbeiten am religiösen Feld‘ zu beschäftigen und diese andererseits am Beispiel von Rechtskonflikten um Religion (oder nach Interessenlage der Teilnehmenden auch an anderen Beispielen, etwa: Religion und Wissenschaft, Religion und Kunst o.a.) zu konkretisieren.

Workshopleitung: Lara Lindhorst & Lisa Kienzl Universität Bremen

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Workshopdetails

DatumDi, 23. Februar 2021
Uhrzeit10 – 13 Uhr
PlattformZoom
Workshopplätzemax. 15
AnmeldeschlussDi, 09. Februar 2021
Hier geht es zur Anmeldung

Workshop-Nummer: 23-02-2021

„Religion“ und die Politik der Klassifizierung

Mit Dr. Steffen Führding, Universität Hannover

In meiner Forschung setze ich mich in erster Linie mit drei (verschränkten) Themenbereichen auseinander. Zum einen mit der Geschichte der Religionswissenschaft als akademischem Fach. Zum anderen mit den Ansätzen einer Gruppe von Religionswissenschaftlerinnen und Religionswissenschaftler, den ich als sozio-rhetorischen Ansatz bezeichne. Darüber hinaus interessiert es mich, welche (Macht-)Effekte mit der Klassifizierung von „etwas“ als Religion bzw. nicht-Religion verbunden sind.  Genauso wenig wie die Kategorie Religion nach meinem Dafürhalten auf einen natürlichen Gegenstand verweist, ist die Klassifikation von etwas als Religion (oder Nicht-Religion) ein unschuldiger und neutraler Akt.  Der Akt des Klassifizierens ist vielmehr immer politischer Natur. In diesem Workshop möchte ich zum einen Anhand von Beispielen aus meiner Forschung auf diesen Aspekt eingehen und die mit dem Klassifikationsakt verbundenen (Macht-)Effekte diskutieren. Zum andren möchte ich überlegen, welche Konsequenzen sich aus der vorgestellten Perspektive für die Religionswissenschaft als Disziplin ergeben.

Workshopleitung: Leonie Geiger, Universität Bonn

Vergangene Workshops

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Workshopdetails

DatumFr, 20. November 2020
Uhrzeit9 – 12 Uhr
PlattformZoom
Workshopplätzemax. 15
AnmeldeschlussFr, 06. November 2020

Workshop-Nummer: 20-11-2020

Transformationen religiöser Kommunikation – Religionswissenschaftliche Mediatisierungsforschung

Mit Prof. Dr. Kerstin Radde-Antweiler, Universität Bremen

Religiöse Diskurse waren und sind stets eng mit Medien verbunden. In Zeiten tiefgreifender Mediatisierung prägen verstärkt moderne (Massen-)Medien wie Film, Fernsehen, Radio, Internet und Video Games die religiöse Landschaft und haben Einfluss auf die Identitätsbildung religiöser Akteure. Zunehmend nutzen diese Akteure Medien auch selbst zur (Re-)Präsentation und Aushandlung ihrer religiösen Identität, Daher spiegeln Medien einerseits kulturelle und gesellschaftliche Konstruktionsprozesse sowie deren Veränderungen wider, andererseits formen, verändern oder schaffen sie diese Konstruktionen auch selbst. Aber wie genau lassen sich diese Transformationen erfassen? Gibt es *die* religionswissenschaftliche Film- oder Games-Analyse wie einige Fach-Vertreter_nnen postulieren. Welche methodischen Anleihen benutzen wir aus welchen Nachbardisziplinen und gibt es eigentlich einen Mehrwert religionswissenschaftlicher Mediatisierungsforschung

Workshopleitung: Rafaela Eulberg, Universität Bonn

Anmeldung

Videotour

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Im Dezember 2020 startet unsere erste Videodreh-Tour zu vier Standorten der Religionswissenschaft in Deutschland. Im Januar 2021 werden wir zwei weitere Standorte besuchen. Dabei freuen wir uns über professionelle Unterstützung durch Yulia Lokshina.

Impressum

Kontakt: mapping-religionswissenschaft@uni-bonn.de

Forum Internationale Wissenschaft der Universität Bonn
Heussallee 18-24
53113 Bonn

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Quelle: Muster Disclaimer